Obwohl nur einen Steinwurf vom quirligen Bankenviertel Frankfurts entfernt, überrascht das am Südufer des Mains beginnende Stadtviertel Sachsenhausen mit uriger Gemütlichkeit. In den verwinkelten Gassen reiht sich eine Wirtschaft an die nächste und verwöhnen Gäste, auch solche die vom Radfahren hungrig und durstig geworden sind, mit Frankfurter Köstlichkeiten. Apfelwein, Handkäs mit Musik und Rindfleisch mit Grüner Soß‘ gehören zum Standardrepertoire der Kneipen. Lustig und feuchtfröhlich geht es hier allabendlich zu und scheint die Sonne über „Mainhattan“, versammeln sich schon am frühen Nachmittag Genießer und Müßiggänger an den langen, hölzernen Wirtstischen, um das Leben an sich zu feiern. Wer durch die kopfsteingepflasterten Straßenzüge Alt-Sachsenhausens radelt oder nach einigen Gläschen „Eppelwoi“ sicherheitshalber schiebt, sollte unbedingt in der Klappergasse Station machen. Dort wurde mit dem „Fraa-Rauscher-Brunnen“ einer resoluten Dame aus dem Viertel ein witziges Denkmal gesetzt. Nachdem „Frau Rauscher aus der Klappergass'“ zu Lebzeiten dem Wein nicht abgeneigt gewesen sein soll und auch sonst für jeden Spaß zu haben war, spuckt der Brunnen in unregelmäßigen Abständen eine Wasserfontäne auf die davorstehenden Schaulustigen.