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Wer durch die Würzburger Altstadt radelt, kann vom Kürschnerhof aus den Bismarckturm erkennen. Das 15 Meter hohe Bauwerk thront auf dem sogenannten Steinberg und wird von einem dichten Wald umgeben. Mit dem Fahrrad gelangen Reisende über den Oberen Schalksbergweg hinauf. Entscheiden sich die Radler einen Spaziergang zu unternehmen, stellen sie ihren Drahtesel im historischen Zentrum ab und wandern den Stein-Wein-Pfad entlang. Oben angekommen, tut sich ein herrlicher Rundblick über das Häusermeer Würzburgs auf. Der Bismarckturm an sich kann leider nicht mehr betreten werden, weil dieser in die Jahre gekommen und baufällig geworden ist. Dennoch ist es ein schönes Erlebnis, auf den Muschelkalkstufen zu sitzen und die Ruhe und sattgrüne Beschaulichkeit des angrenzenden Bismarckwäldchens in vollen Zügen zu genießen. Erbaut wurde das markante Gebäude im Jahre 1905. Vormals kam es im Deutschen Reich an über zweihundert Orten zur Errichtung ähnlicher Anlagen. Auch Würzburg wollte nicht zurückstehen und genehmigte das Bauansinnen. Auf dem Turmdach befindet sich noch heute eine Feuerschale, in welcher zu Ehren des Kanzlers vormals regelmäßig Flammen loderten.