Über 500 Jahre lang herrschte auf Burg Wertheim reges Treiben. Die trutzig über dem Zusammenfluss von Main und Tauber residierende Anlage galt im 12. Jahrhundert als kulturelles Zentrum der Region. Die Grafen von Wertheim hielten hier Hof und Dichterlegende Wolfram von Eschenbach soll mehrfach in den Räumlichkeiten geweilt haben. Eine Pulverexplosion im Jahre 1619 läutete den Untergang der Festungsanlage ein. Große Teile derselben wurden zerstört. Anschließend erwählten die Schweden sie im Dreißigjährigen Krieg zu einem ihrer Stützpunkte. Die kaiserlichen Truppen rückten heran und versetzten Burg Wertheim den Todesstoß. Seither ist sie eine Ruine. Das mittelalterliche Flair und die fantastische Aussicht auf die gleichnamige Stadt erheben sie dennoch zu einem lohnenswerten Ausflugsziel. Wollen sich Radreisende einen allumfassenden Überblick über die Umgebung verschaffen, sei ihnen ans Herz gelegt, den 25 Meter hohen Bergfried zu erklimmen. Er ist als einziges Element wieder instand gesetzt worden und darf betreten werden. Durch die Zinnen lässt sich ein malerischer Rundblick erleben, der vor allem das blaue Band des Mains von seiner schönsten Seite zeigt.