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Gleich neben der wunderhübschen und berühmten Marienkapelle, erhebt sich im Herzen der Würzburger Altstadt das Falkenhaus. Weil das Gebäude im Zweiten Weltkrieg ausbrannte und beinahe dem Erdboden gleich gemacht wurde, sehen Radreisende dieser Tage lediglich eine Rekonstruktion. Diese ist jedoch so gut, dass das renommierte Kunsthandbuch Dehio jene als vorbildlich einstuft und die detailgetreue Wiederherstellung der Rokokofassade explizit lobt. Die Geschichte des Falkenhaus reicht bis ins frühe 18. Jahrhundert zurück. 1735 erwarb es der Gastronom Franz Thomas Meißner und richtete in den Räumlichkeiten eine damals in ganz Franken bekannte Gastwirtschaft ein. Seine Witwe sorgte 1751 dafür, dass das Gebäude zu seiner dreigiebeligen Rokokofassade kam. Zu den Innenräumen gehörte ein Konzert- und Tanzsaal. Bis ins 19. Jahrhundert war dieser in Würzburg einzigartig. Nirgendwo sonst in der Mainmetropole konnten die Bürger ungeniert das Tanzbein schwingen oder den Klängen einer Combo lauschen. Die meisten Reisenden kommen nicht umhin, dem Falkenhaus einen Besuch abzustatten. Denn heute beherbergt das am oberen Marktplatz gelegene Gebäude nicht nur die Stadtbücherei, sondern auch die Touristeninformation.