Die Festung Marienberg thront rund 100 Meter über dem Main und grüßt die Radreisenden schon aus weiter Ferne. Bereits in der Bronzezeit erkannten die Menschen die strategisch günstige Lage des Plateaus und errichteten dort schon vor mehr als 3000 Jahren eine erste Wehranlage. Im 6. Jahrhundert wanderten die Franken gen Main und ließen sich dauerhaft nieder. Auch ihnen schien die Aussichtswarte von immenser Bedeutung, schließlich erbauten sie eine mittelalterliche Burganlage. Den Überresten jener Festung begegnen die Besucher, betreten sie die kleine Marienkirche aus dem Jahre 704. Um- und Anbauten verschönerten den Marienberg und schließlich residierten für eine halbes Jahrtausend die Fürstbischöfe Würzburgs in den prunkvollen Gemächern. Heute laden zwei sehenswerte Sammlungen zu einem Rundgang ein. Das Mainfränkische Museum Würzburg sowie das Fürstenbaumuseum dokumentieren eindrucksvoll die Geschichte der Stadt. Wer in Würzburg die Festung Marienberg besucht, sollte sich die Gärten an der Nordseite des Gebäudes nicht entgehen lassen. Sie wurden 1990 für die Landesgartenschau angelegt und meinen stimmungsvolle Kleinode.