Bild: ©Benreis, Wikipedia

Vier Kilometer bevor der Main-Radweg die Bamberger Altstadt erreicht, passiert er das eher gemächlich wirkende Hallstadt. Dass dieser hübsche und gleichzeitig unscheinbare Ort in der deutschen Historie eine gewichtige Rolle spielte, ist den Fassaden kaum anzusehen. Kein Geringerer als Karl der Große verlegte im Jahre 805 seinen Königshof hierher. Zuvor weilte der einflussreiche Herrscher bereits mehrere Male auf Hallstädtischem Gebiet und brachte dabei auch seinen kompletten Hofstaat mit. Einer der Hauptgründe für die Anwesenheit Karls dürfte der Bau der St.-Kilians-Kirche gewesen sein. Diese verdankt ihren Namen dem fränkischen Nationalheiligen, der 670 die Hallstädter versucht haben soll, vom christlichen Glauben zu überzeugen. Ob Kaiser und Missionar nicht auch wegen dem legendären Gerstensaft der Region anreisten, bleibt bloße Spekulation. Fakt ist: Hallstadt wartet noch dieser Tage mit vier Brauereien auf. Ist man also nach vielen Radfahrkilometern rechtschaffen durstig geworden, versteht es die oberfränkische Fachwerkschönheit im Handumdrehen und überaus genussvoll Abhilfe zu schaffen.

Zur offiziellen Webseite von Halltstadt