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Obwohl Kelsterbach nach dem Bau des Frankfurter Flughafens zu einem vielfrequentierten Industriestandort aufgestiegen war, konnte sich die Gemeinde dennoch ihren Liebreiz und beschaulichen Charme erhalten. Rund um die unmittelbar am Mainufer stehende Herz-Jesu-Kirche erwarten Touristen stimmungsvolle Häuserzeilen und bewaldete Grünflächen. Der wohl sehenswerteste Naturraum der 15.000-Einwohner-Gemeinde hört auf den Namen Kelsterbacher Terrasse. Die 18 Meter hohe Geländestufe markiert aller Wahrscheinlichkeit nach den Flussbettrand des Ur-Mains. Heute fungiert sie als einzige nennenswerte Erhebung der Ortschaft und kann, trotz ihrer massiven Steigung bequem mit dem Rad erkundet werden. Immer wieder hier oben durchgeführte archäologische Ausgrabungen haben zahlreiche Grabanlagen und prähistorische Werkzeuge, wie Feuersteine und Pfeilspitzen zutage befördert. Die ältesten Funde werden auf die Zeit von vor 40.000 bis 50.000 Jahren datiert. Nicht ganz so alt, aber immerhin auch schon seit 7.000 Jahren „in Betrieb“ ist jener Handelsweg, der auf der Kuppe der Kelsterbacher Terrasse verläuft. Damit markiert die sogenannte „Grenzschneise“ die älteste, bekannte Straßenverbindung der Region.

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