Es gehört für Radler auf dem Main-Radweg zum kulinarischen Pflichtprogramm, eine Kulmbacher Bratwurst zu verkosten und sich ein in der Stadt gebrautes Bier kredenzen zu lassen. Die in einem Anisbrötchen servierte Wurstspezialität wird an einer Vielzahl von Straßenverkaufsständen veräußert und kann so bequem bei einer kleinen Radfahrpause verzehrt werden. Wer sich etwas mehr Zeit für den Besuch von Kulmbach nehmen möchte, sollte der Plassenburg seine Aufwartung machen. Die Höhenburg thront über den Altstadtgassen, gleichsam einem Wächter und galt Jahrhunderte lang als Inbegriff der effizienten Festungsanlage. Heute gewährt sie ihren Gästen nicht nur herrliche Panoramablicke auf den Main, sondern beherbergt auch mehrere Sammlungen. Neben dem Deutschen Zinnfigurenmuseum, im Übrigen die größte Ausstellung zu diesem Thema weltweit, lohnt es sich auch dem Landschaftsmuseum Obermain einen Besuch abzustatten. Die dort ausgestellte Ebstorfer Weltkarte entstand im 13. Jahrhundert und ist nicht genordet, sondern zeigt wie damals üblich, Jerusalem als „Haupt der Welt“. Steht den Radlern nach soviel musealen Impressionen der Sinn nach Entschleunigung, ist ein abschließender Bummel durch die von zahlreichen Bierwirtschaften dominierten Kulmbacher Altstadt genau das Richtige. Ist der Entdeckerdrang hingegen noch immer nicht gestillt, laden die gotische Petrikirche, das Bayerische Brauerei- und Bäckereimuseum sowie die Spitalkirche zum Staunen und Verweilen ein.

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