Erheben sich die Bögen der Alten Mainbrücke aus den Fluten, überquert der Main-Radweg Lohrer Stadtgebiet. Die putzigen Fachwerkhäuschen der Innenstadt, die beschauliche Lage am Wasser und die Tatsache, das gleich hinter den Häusern die schier undurchdringlichen Wälder des Spessarts beginnen, haben Lohr am Main ein wahrlich märchenhaftes Antlitz eingebracht. Und dies kommt nicht von ungefähr. Der Pharmazeut und Heimatforscher Karl Heinz Bartels und einige seiner Freunde kamen bei einer fröhlichen Stammtischrunde zu der Erkenntnis, das zahlreiche Informationen, die in der Grimm’schen Schneewittchen-Erzählung verkommen, tatsächlich in Lohr zu finden sind. Das örtliche, ins Image passende Schloss, die Tatsache, dass sich dort ein „Sprechender Spiegel“ befindet und die sieben Spessartberge, über die ein Weg ins Bergbaudorf Bieber führt, passen nur zu gut. Deshalb bezeichnet sich Lohr als „Schneewittchenstadt“ und markiert für radelnde Familien wohl einen der Höhepunkte des Radwanderweges. Es lohnt sich den Drahtesel für eine Weile abzustellen und beispielsweise dem Schneewittchen-Pfad entlang zu spazieren oder im Lohrer Schloss das Spessartmuseum zu besuchen. Zusätzlich können sich der weitum sichtbare Bayerturm, das pittoreske Alte Rathaus und die Stadtpfarrkirche St. Michael angesehen werden.

Mehr Informationen über Lohr am Main gibt es auch auf der offiziellen Website der Stadt

Bild: © von Steschke, via Wikimedia Commons