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Geschichtsschreiber Ammianus Marcellinus berichtet davon, das bereits im 4. Jahrhundert nach Jesu eine große christliche Gemeinde in Mainz existierte. Ob damals schon an der gleichen Stelle wie heute ein Gotteshaus stand, gilt nicht als gesichert. Die ersten belegbaren Zeugnisse finden sich aus dem 10. Jahrhundert. Diese berichten anschaulich vom Beginn der Errichtung einer Kirche. Dieser Sakralbau war in Gestalt und Form an Alt-Peter in Rom angepasst und sollte Mainz zum wichtigsten christlichen Zentrum nördlich der Alpen machen. Die Ottonen legten Wert darauf, auch auf ihrem unmittelbaren Herrschaftsterritorium einen prunkvollen Kirchenbau vorweisen zu können. Natürlich wurde das mittelalterliche Monumentalwerk mehrfach umgebaut und immer wieder erweitert. Deshalb finden Kirchenbesucher dieser Tage an der eigentlich romanischen Pfeilbasilika barocke und selbstverständlich auch gotische Elemente. Eines der Schmuckstücke des Mainzer Doms ist der Nassauer Altar samt dem benachbarten Taufbecken. Filigranste Steinmetzarbeit und tiefe Religiosität vereinen sich zu einem hübsch anzusehenden Gesamtkunstwerk. Wer den Domschatz bestaunen will, sollte der Beschilderung gen Nikolauskapelle folgen. Jenes Element des riesigen Kirchenbaus befindet sich zwischen Memorie und Kreuzgang.