Zwischen Würzburg und Frankfurt treffen Main-Radweg-Bezwinger automatisch auf die märchenhaften Wälder des Naturparks Spessart. Dessen Höhenzüge beginnen unmittelbar am Nordufer des Flusses und laden dazu ein, kleine Abstecher durch die dichten Baumreihen zu unternehmen. Der Naturpark besitzt eine Größe von 2440 Quadratkilometern und umfasst den Spessart damit in voller Gänze. Seit 1960 zum Schutzgebiet erklärt, repräsentiert die Landschaft den größten zusammenhängenden Mischlaubwald Deutschlands. Der zeitgleich gegründete Verein Naturpark Spessart e. V. übernimmt vielfältige Aufgaben und organisiert beispielsweise geführte Rundgänge, bei denen sich Interessierte über die Flora und Fauna, die uralten Sagen und die geologische Zusammensetzung des Spessarts informieren können. Besonders beliebt sind die Kräuterrundgänge oder jene Touren, die sich mit dem legendären „Wirtshaus im Spessart“ beschäftigen. Dass dereinst wilde Räuberbanden in den Wäldern gehaust haben sollen, kommt auch bei so mancher geleiteten Themenwanderung vor. Typisch für den Spessart sind Waldberge, wie der 586 Meter hohe Geiersberg, seines Zeichens höchster Gipfel des Mittelgebirges. Zwischen den sanften Hügelbergen begegnen Radwanderern immer wieder romantische Wiesentäler, durch die kleine Bachläufe fröhlich gluckern.