Bild: © By Images from Wiki Loves Monuments 2014, via WikiCommons

Die Plassenburg blickt bereits seit 1135 auf die oberfränkische Stadt Kulmbach herab. Erbauen ließ sie Graf Berthold II. von Andechs. Über familiäre Umwege gelang sie im Laufe der Jahrhunderte in den Besitz der fränkischen Hohenzollernlinie. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Kulmbach samt Plassenburg zweimal belagert. Die Häuserzeilen konnten eingenommen werden, während die Festungsanlage nie in die Hände der Belagerer fiel. Dies änderte sich erst mit der dritten Stadtbelagerung durch Napoleon. Der französische Kaiser übernahm die Kontrolle über die Region und ließ die während der Renaissance erweiterte Burg zu großen Teilen zerstören. Nunmehr unter bayerischer Herrschaft, erfolgte der teilweise Wiederaufbau. Nach 1806 erfuhr die Plassenburg vielfache Nutzungsänderungen. Wiederholt als Zuchthaus verwendet, musste sie zwischenzeitlich als Lazarett und nach dem Zweiten Weltkrieg als Flüchtlingslager fungieren. Heute sind nicht weniger als fünf Museen in den altehrwürdigen Gemäuern untergebracht. Im prächtigen Innenhof, dem sogenannten „Schönen Hof“ finden während der Sommermonate klassische Konzerte statt. Übrigens: Die Plassenburg gilt als Ursprungsort der Legende der „Weißen Frau“ – seit 800 Jahren soll sie hier ihr Unwesen treiben!

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