Nachdem den Fürstbischöfen von Würzburg die Räumlichkeiten der Marienburg zu eng und zu wenig prunkvoll geworden waren, begann Johann Philipp Franz von Schönborn im 17. Jahrhundert damit, eine repräsentative Residenz zu errichten. Das monumentale Bauwerk sollte den absolutistischen Machtanspruch der Fürstbischöfe unterstreichen. Architekt Balthasar Neumann wurde mit dem Bau beauftragt und namhafte Künstler aus ganz Europa kamen herbei, um die Innenausstattung der Residenz zu übernehmen. Unter ihnen auch der Venezianer Giovanni Battista Tiepolo. Er galt als der berühmteste Maler seiner Epoche und schuf mit dem barocken Deckengemälde des Treppenhauses das mit 580 Quadratmetern größte Fresko der Welt. Doch auch die Außenmaße der Würzburger Residenz sind gewaltig. Die Gartenfront des Schlosses misst stolze 167 Meter Länge, während die Schmalseite es auf ebenso beeindruckende 97 Meter bringt. Dank dieser Dimensionen steht die Residenz in einer Linie mit Schloss Versailles und Schloss Schönbrunn. 40 der insgesamt 300 Räumlichkeiten stehen den Besuchern zur Besichtigung bereit. In Hofkirche und Kaisersaal werden sich die Radreisenden beinahe geblendet von soviel Gold, Stuck und Marmor fühlen.